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Automobilindustrie profitiert von multilingualer weltweiter Lerninfrastruktur Drucken
Das Language Technology Centre (LTC) gibt den erfolgreichen Abschluss des EU-Forschungsprojekts EUCAM bekannt. Die Resultate des Projekts hat LTC bereits im Januar gemeinsam mit seinen europäischen Partnern im Rahmen einer Veranstaltung im Daimler-Werk Mannheim der Öffentlichkeit präsentiert. Im erlesenen Kreis geladener Gäste befand sich die deutsche Bundesforschungsministerin Annette Schavan.

Dr. Rinsche presents LTC’s technology
Dr. Rinsche presents LTC’s technology


EUCAM steht für „Multilingual Communication in European Car Manufacturing“. Ergebnis des Projekts ist ein computergesteuertes Lernsystem für Produktionsmitarbeiter in der Automobilindustrie, das sich an den internationalen Standorten der Autobauer Mercedes-Benz und Audi bereits mit deutlichen Produktivitätsfortschritten im praktischen Einsatz bewährt hat. LTC entwickelte dabei eine multilinguale Lösung, die Mitarbeitern verschiedener internationaler Standorte ermöglicht, die neue Lerninfrastruktur auch ohne eigene Fremdsprachenkenntnisse effizient anzuwenden und standortübergreifend Informationen zu Lerninhalten und Verbesserungsvorschlägen in der Produktion miteinander auszutauschen.

Kernstück von Eucam ist das Produktions-Lernsystem PLS. Damit nicht nur die Mitarbeiter innerhalb eines Sprachraums von PLS profitieren, ist es mit Hilfe der fortschrittlichen Technologie von LTC multilingual aufgebaut. Das heißt, die Nutzer können dank verschiedener Technologien zur Automatisierung der Übersetzung die Informationen sofort in verschiedenen Sprachen abrufen, wenn Änderungen in einer Sprache vorgenommen wurden. „So ermöglichen wir einen deutlich besseren interkulturellen Wissenstransfer zwischen den rund um den Globus verteilten Produktionsstandorten“, sagt Dr. Adriane Rinsche, Geschäftsführerin des in London und Washington DC ansässigen Unternehmens. Nur ein Mausklick genügt, und die Schaubilder auf dem Bildschirm erscheinen auf Englisch, Portugiesisch oder Japanisch. „So profitiert der Mitarbeiter in Japan genau so von der Datenbank wie sein Kollege in Detroit oder Mannheim und das auch in der Sekunde, in der an nur einem Standort und in nur einer Sprache ein Änderung vorgenommen wird“, sagt Adriane Rinsche, LTC, deren Unternehmen den mehrsprachigen Teil des Systems in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

PLS heißt: An Computer-Terminals können die Produktionsmitarbeiter damit jederzeit die einzelnen Arbeitsschritte in Montage, Fertigung und Instandhaltung visualisieren. Dabei werden sie an einer einfachen didaktischen Benutzeroberfläche durchs Programm geleitet. So können die Beschäftigten beispielsweise neue Arbeitsschritte direkt an ihrem Arbeitsplatz eigenständig und flexibel erlernen. Auch ohne theoretischen Unterricht in Seminaren ist damit in Zukunft eine einheitliche Qualifizierung möglich. Darüber hinaus bietet PLS die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge zu machen, oder das Wissen einzelner Mitarbeiter zu speichern, so dass es jeder Kollege jederzeit abrufen kann.

Zu dem Konsortium, das Eucam in Zukunft auch an andere Automobilhersteller vertreiben wird, gehören unter anderem der Automobilhersteller Daimler, Dekra, die IG Metall, die Infoman GmbH und LTC. Das Projekt startete offiziell am 01. Mai 2005 und hatte ein Budget von 4,3 Millionen Euro.

LTC, mit Sitz in London, GB, und Washington DC, USA, ist spezialisiert auf die Entwicklung von Arbeitsablauf- und Geschäftssystemen für weltweit tätige Unternehmen mit einem multilingualen Anforderungsprofil.